SchülerVZ – Geht´s noch?

Reicht es nicht, dass Kinder in der Haupt-, Realschule oder dem Gymnasium schon geärgert oder schikaniert werden wenn sie die Flaschen Klamotten tragen oder ein bisschen mehr Gewicht haben als die „anderen“? NEIN!

SchülerVZ HOT FLOP

SchülerVZ muss dieses Spiel auch ins Internet verlegen. Hier kannst du deinen Freunden einen „Daumen runter“ oder „Daumen hoch“ geben. Meiner Meinung nach haben die VZ-Netzwerke sich damit entgütig ins Aus geschossen. Sind das eure Wege um wieder ein User zu kommen? Dann Prost-Mahlzeit!

Neulich im Kik…

Neulich bin ich mit Bianka durch den Kik gelatscht und uns ist aufgefallen, dass die Kleiderständer von oben betrachtet aussehen wie Hakenkreuze.
Was wir zu dem Zeitpunkt noch nicht wussten: selbst Google weiß bescheit 😀

hakenkreuz
(druffklicken für große Ansicht)

Eine dunkele verschwörung? Waren’s die Aliens? Oder das FBI? Oder Beide zusammen? Und was haben die Illuminaten damit zu tun?
(Ich muss grad an den Film „Der goldene Nazivampyr“ denken – unbedingt mal anschauen! 😀 )

MFG

Andy-H

Baukasten für eine gute Gesellschaft

Ist Gleichheit als Grundlage einer Gesellschaft Vorraussetzung und Mittel zu Glück und Gerechtigkeit? Hatten Engels und Karl Marx recht mit dem Satz: „Die freie Entfaltung des Einzelnen ist die Grundlage der freien Entfaltung aller.“ Wie definiert man Glück und was für einen Wert hat dabei Besitz? Wie ist der soziale Halt einer Person in diesem Teppich der Einflüsse auf den Menschn verwoben?
All das sind meiner Meinung nach Fragen, die zumindest mich in letzter Zeit sehr oft beschäftigen. Ich will in diesem Eintrag auf die Theorie der Gerechtigkeit nach John Rawls eingehen, da dieser Politik-Philosoph versucht hat, ein Theorie-Modell aufzustellen, dass eine gerechte Gesellschaft beschreibt.
Was brauche ich nun als Zutaten für eine perfekte Gesellschaft?

(Macht euch mal gerade selbst Gedanken, wenn ihr wollt, schreibt sie auf.)

John Rawls sah auch manchmal ein bisschen komisch aus.... Das ist so.
John Rawls sah auch manchmal ein bisschen komisch aus.... Das ist so.

John Rawls stellt eines zu Beginn fest: Es muss Regeln des Zusammenlebens geben und die gilt es zu Beginn festzulegen, so wie genetisches Material, aus dem Leben entsteht. Diese Regeln sollten von allen – wirklich allen – Menschen in der Gesellschaft akzeptiert werden. Nun, wie kann das denn jetzt klappen? Jeder Mensch ist von Natur darauf aus, sein eigenes Wohl zuerst zu sichern und sieht natürlich zuerst sein eigenes Wohl im Vordergrund – der eine mehr, der andere weniger. Es kann also nicht richtig klappen, von allen unterstützte Regeln einer Gesellschaft zu schaffen.
Aber Rawls hat da einen sehr geschickten Trick erdacht. Ihr und ich sind Spieler eines Spiels, das auf einem begrenzten Spielbrett stattfindet. Die Figuren darauf sind Menschen, denen dort alles Notwendige zum Leben geboten wird. Zu Beginn des Spiels werden die Regeln festgelegt und zwar ohne, dass einer von uns wüsste, welche Eigenschaften unsere Spielfigur hat. Wir alle wollen also erstmal die Grundbedürfnisse unserer Figur befriedigen: Zugang zu sauberem Trinkwasser, etwas zu Essen und ein Dach über dem Kopf. Nun müssen wir aber wegen unserer Unwissenheit, was die Fähigkeiten und die Situation unserer Figur angeht, davon ausgehen, dass wir die nachteiligste Situation aller Spielfiguren haben – davon müssen alle Spieler ausgehen. Also treffen wir Regeln, die für alle gleich gelten und die Freiheit des Einzelnen wird nur dann eingeschränkt, wenn die aller anderen im gleichen Maße eingeschränkt wird – also ein gesamtgesellschaftliches Interesse besteht. Weiterhin müssen alle Güter in der Gesellschaft allen offen stehen, da jede Spielfigur ihre Begabungen, was Verdienstfähigkeit etc. angeht per Zufall erhält. Der erzielte Wohlstand der Gesellschaft beruht überdies auch auf den Fähigkeiten und Begabungen der Individuen, die sie per Zufall erhalten haben. Also muss auch der erwirtschaftete Wohlstand so verteilt werden, dass die Benachteiligtesten davon profitieren. (Jetzt kommt meine Interpretation dazwischen.) Gleichzeitig bedeutet dies auch, dass jeder verpflichtet ist, seine per Zufall erhaltenen Begabungen im vollsten Maße auszuschöpfen und für die Gesellschaft einzusetzen.
Klingt eigentlich wirklich gut. Es gibt aber auch Kritiker, die einige interessante Ansichten zu Rawls Theorie haben. „Unser Essen erwarten wir nicht von der Menschenfreundlichkeit des Metzgers, sondern davon, dass er seine eigenen Interessen wahrnimmt.“ Meinte schon Adam Smith, Moralphilosoph des 18. Jahrhunderts. Dadurch, dass der Metzger Wohlstand erwirtschaften möchte, hat er ein Interesse daran, mir Nahrung zu einem fairen Preis anzubieten, sodass ich bei ihm kaufe. Dieser Prozess lasse eine soziale Markwirtschaft mittels des Prozess‘ der „unsichtbaren Hand“ entstehen.
Robert Nozick greift diesen „Prozess der unsichtbaren Hand“ auf und meint, dass die Theorie von John Rawls eine sozialistische Theorie sei, sich die faire Gesellschaft durch den Unsichtbare-Hand-Prozess eigentlich selber bilden würde. Nachzulesen in seinem Werk „Anarchie, Statt, Utopia“.
Wenn man nun aber einen überzeugten Sozialisten fragt, ob Rawls Sozialist ist, wird der einem den Vogel zeigen. (Hier der Käfig, da guckst du) Die ganze Theorie geht nämlich davon aus, dass alle Menschen gleichmündig sind und für sich sprechen können. Aber was ist mit körperlich und geistig behinderten Menschen und deren Interessen? Diese Menschen und Kinder können nicht für sich sprechen und mit bestimmen, da sie intelektuell noch nicht oder gar überhaupt niemals in der Lage sind.
Vielen ist auch das Gewicht vom Eigentum als Grundvorraussetzung für die Freiheit des Menschen bei Rawls überbewertet. Nach Rawls schafft Eigentum Unabhängigkeit, die den Menschen hilft, Selbstachtung zu erlangen. Und nur mit Selbstachtung könne man moralisch handeln – somit also nur mit Eigentum. (Diesen Grundgedanken finde ich persönlich auch sehr wackelig)

Was bringt das nun alles für den Leser? Erstmal – hoffentlich – Kopfzerbrechen und einen Anreiz, sich weiter damit zu beschäftigen. Und dann will ich an dieser Stelle mal loswerden, dass ich es wirklich toll finde, wie sich die Artikel auf Leetblog in letzter Zeit vor allem durch Andy-H entwickeln. Es sind interessante Beiträge, über die man echt lange Reden und Kommentieren kann. Und um das noch besser zu können, ist es meiner Meinung nach nicht schlecht, verschiedene moralische und ethische Anschauungen der Philosophie zu kennen, wie eben eine der großen modernen Moralphilosophien des John Rawls.
Wenn dieser Artikel auf Zuspruch trifft und Leute sagen, dass sie das gerne gelesen haben (zwei bis fünf würden mir reichen), werde ich demnächst wohl öffters wieder meine Finger über die Tastatur fliegen lassen und Ergebnisse meiner grauen Zellen präsentieren.

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