Ich bin Papst

Ich gebe zu, eine auf den ersten Blick verwirrende Behauptung. Besonders gegenwärtig der Tatsache, dass viele, die mich kennen wissen, dass ich katholischen Dogmen oder gar kirliche Organisation nicht gerade auf meinem T-Shirt oder Unterwäsche stehen habe. Für uns wird also wirklich, dass die Behauptung „Ich bin Papst“ aus meinem Munde verwirrend klingt. Und warum? Weil es wahr ist oder weil wir es wahr-nehmen?
Ich will mit all diesen verwirrenden auf ein Thema hinaus – auch wenn man das nicht glaubt. Sicher ist jedem schonmal aufgefallen, dass wir ständig in Wahrheit/Unwahrheit unterteilen mittels Filtern und Schubladen, ohne die Realität hinter logischen Grenzen wie den angeführten zu sehen. Treffliches Beispiel dafür ist unsere Erde, zuerst nicht einmal Teil unseres Denkens, als wir noch mit dem Faustkeil auf einen homo sapiens neandertalis einkloppen und uns gefälligst um das nächste Mammut-Steak kümmern mussten, dann Jahrtausende später als platte Scheibe, von der man fallen konnte, von der Kirche in unser Weltbild dogmatisiert – und wem das nicht passte, der wurde halt verheizt. Dann wurde aus der Scheibe eine Kugel – man überlege sich, dass Physiker es einfach mit ihrer Wahrnehmung geschafft haben, aus einem zweidimensonalen Planeten eine Kugel mit drei Dimensionen zu machen, unglaublich – und seit neustem wissen wir, dass wir ehr auf einem geoidförmigen Planeten – von Form und Proportionen einer Kartoffel ähnlich – hocken und uns mit Artikeln wie diesem hier abgeben. Verdeutlicht dies nicht am besten, wie sehr unsere Wahrnehmung Realität verbiegt – genau wie sich für die werter Leser gerade die Raumzeit verbiegt und ihnen die Zeit je nach Interesse beim Lesen des Artikels elendlig lang oder vor Spannung wie Sand aus den Händen fließend vorkommt?
Man könnte nun sagen, dass man dann am besten die Schnauze hält und einfach nichts mehr für wahr/unwahr erklärt und auch versucht nichts wahrzunehmen – wäre aber langweilig. Viel toller finde ich die Lösung der Diskordier. Dies Menschen glauben an die Macht des Chaos und wollen mit ihrem „Witz getarnt als komplizierte Religion“ oder auch ihrer „komplizierten Religion getarnt als Witz“ verdeutlichen, wieviel Sinn es nun hat, zu wissen, dass wir denkende Biomasse in einer elfdimensionalen Raumzeit sind, die von Prokaryonten abstammt und Sätze wie „Cogito ergo sum!“ von sich gibt. Nämlich keinen oder doch. Nachzulesen in der Principia Discordia. Es gibt also keine (Un)Wahrheit, sondern nur Chaos und dies muss man akzeptieren. Ãœbrigens darf sich jeder Mann, jede Frau uns jedes Kind als Papst der erisianischen Kirche das Recht auf Unfehlbarkeit und die restlichen Privilegien des diskordianischen Pontifex nehmen – oder auch nicht.

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